Virtualisierung

Leitfaden zur IBM Software Lizenzierung in einer virtualisierten IT-Infrastruktur

IBM Premier Business Partner Zertifikat

Für die Lizenzierung von IBM Software in einer virtualisierten IT-Infrastruktur (Server Virtualisierung) gelten besondere Regeln und Lizenzbestimmungen. Diese müssen unbedingt eingehalten werden, sonst drohen im Rahmen einer möglichen Lizenzprüfung zum Teil erhebliche Kosten für eine Nachlizenzierung.

Wir haben die wichtigsten Regularien und Ressourcen für Sie übersichtlich zusammengestellt, damit Sie einfach und schnell erkennen können, ob für Sie hier Handlungsbedarf besteht. Ohne jetzt auf jede einzelne Ausnahme einzugehen gilt grundsätzlich: Wenn Sie Server Virtualisierung betreiben und IBM Server Software einsetzen, müssen Sie die Verwendung der virtualisierten Lizenzen protokollieren. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie CEO Lizenzen einsetzen.

Die seit dem Jahr 2005 existierende Passport Advantage Zusatzvereinbarung für Sub Capacity Lizenzierung muss seit einer Änderung der Lizenzbestimmungen zum 18.04.2011 nicht mehr ausgefüllt werden, da die besonderen Lizenzbestimmungen für Virtualisierung in die Passport Advantage Verträge integriert wurden und mit dem Erwerb mind. einer neuen Lizenz automatisch anerkannt und gültig werden.

Auf jeden Fall muss die korrekte Virtualisierungslizenzierung auf Anforderung durch regelmäßige Auditberichte oder durch Einsatz des IBM License Metric Tools (ILMT) nachgewiesen werden. Diese Maßnahmen für die Messung und Protokollierung der verwendeten Virtualisierungslizenzen sind unter Messung und Auditierung der verwendeten Virtualisierungslizenzen genauer beschrieben.

Processor Value Units (PVU)

PVU sind die Maßeinheit der IBM für die Lizenzierung von Prozessorkernen. Jeder Prozessorkern hat eine bestimmte Anzahl an PVU, abhängig von seiner Leistungsfähigkeit. Unabhängig davon, ob physische (Full Cap) oder virtuelle (Sub Cap) CPU’s lizensiert werden, basiert die Berechnung des Lizenzpreises immer auf den PVU.

Voraussetzungen für die Nutzung der Virtualisierungslizenzierung

Zulässige Produkte

Prüfen Sie unbedingt, ob die von Ihnen eingesetzten oder geplanten IBM Software Produkte für eine Virtualisierungslizenzierung (Sub Capacity Licensing) zugelassen sind.

Zulässige Virtualisierungstechnologien

Prüfen Sie, ob die von Ihnen eingesetzte oder geplante Virtualisierungstechnologie für die Virtualisierungslizenzierung zulässig ist. Die gängigen Virtualisierungslösungen wie VMware, Citrix XenApp, Microsoft Hyper-V, IBM LPAR und PowerVM werden natürlich unterstützt.

Zulässige Prozessortechnologien

Prüfen Sie, ob die von Ihnen eingesetzten oder geplanten Prozessortechnologien für die Virtualisierungslizenzierung zulässig sind. Hier geht es um Prozessortypen wie IBM Power x, Intel Xeon, AMD Opteron, etc.

Messung und Auditierung der verwendeten Virtualisierungslizenzen

Die Sub Capacity Lizenzbestimmungen, bzw. die aktuellen Passport Advantage Lizenzbestimmungen definieren, ob das IBM License Metric Tool (ILMT) für die Messung der notwendigen Sub Capacity Lizenzen eingesetzt werden muss, oder ob das Erstellen eines quartalsweisen manuellen Auditberichtes ausreicht.

In beiden Fällen muss nichts an IBM berichtet werden, sondern die Protokolle des ILMT, bzw. die manuellen Auditberichte müssen lediglich zwei Jahre vorgehalten und im Falle einer Lizenzprüfung auf Anforderung nachgewiesen werden. Eines der beiden Auditverfahren muss in einer virtualisierten Umgebung jedoch eingesetzt werden.

Vereinfacht dargestellt muss das ILMT eingesetzt werden, wenn eine der folgenden Anforderungen auf Ihr Unternehmen zutrifft:

  • Mehr als 1.000 Mitarbeiter 
  • Mehr als 1.000 PVU (physische Cores in der virtualisierten Umgebung) 

Die dargestellten Informationen wurden gewissenhaft recherchiert und stellen den Stand zum 01.10.2011 dar, Irrtum vorbehalten. Gerne unterstützen wir Sie bei der korrekten Lizenzierung in Ihrer virtualisierten IT-Infrastruktur.